Behandlungen mit Botulinumtoxin/ Muskelrelaxanz

Mit Botulinumtoxin werden in erster linie Bewegungsfalten (mimische Falten) des Gesichtes behandelt. Weitere häufige Einsatzmöglichkeiten sind übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose), Migräne und Knirschen (Bruxismus).

Bei dem Muskelrelaxanz Botulinumtoxin handelt es sich um ein neurotoxisches Protein, das von einem Bakterium (Clostridium botulinum) gebildet wird. In der Medizin, genauer der Neurologie, wird dieses Muskelrelaxanz zum ersten Mal 1978 eingesetzt. Im Rahmen dieser Anwendung wurde Anfang der 90er Jahre per Zufall eine Glättung der Gesichtsfalten in der Nähe des Behandlungsareales beobachtet. Seit 1991 erfolgte nun die Anwendung von Botulinumtoxin in der ästhetischen Medizin bei deutlich niedrigerer Dosierung und somit sehr hoher Patientensicherheit.

Das Toxin Botulinumtoxin Typ A wird heutzutage künstlich hergestellt und hemmt nach Injektion die Erregungsübertragung von Nervenzellen. In Deutschland sind aktuell 6 Präparate des Muskelrelaxans zugelassen. Bei  4 von diesen wird nun komplett auf Tierversuche verzichtet.

Fragen und Antworten zu Botulinumtoxin

Wie wirkt das Muskelrelaxanz Botulinumtoxin Typ A?
Welche Bereiche werden mit „Botox“ behandelt?
Wie lange dauert die Behandlung und ist diese schmerzhaft?
Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält diese nach Injektion an?
Was kostet eine Behandlung mit „Botox“?
Wieviel „Botox“ bzw. Botox-Einheiten werden benötigt?
Von wem kann ich mir „Botox“ spritzen lassen?
Wie erkenne ich einen guten und erfahrenen Arzt und Botoxanwender?
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Unterschiede zwischen „Botox“ und Hyaluronsäure?
Wie wirkt das Muskelrelaxanz Botulinumtoxin Typ A?

Das Toxin hemmt die Signalübertragung zwischen Nervenzelle und zum Beispiel einem bestimmten Muskel indem die Freisetzung des Transmitters (Acetylcholin)verhindert wird. Somit wird die Signalübertragung an Muskeln und Drüsen blockiert. Das Ausmaß der Blockierung steht in direktem Zusammenhang zu der angewendeten Botoxmenge (Botoxeinheiten IE).

Welche Bereiche werden mit „Botox“ behandelt?

Die häufigsten Einsatzbereiche sind die mimischen Gesichtsfalten in der oberen Gesichtshälfte. Hier kommt es aufgrund von Muskelkontraktion zu Knitter-, bzw. Stauchungsfalten. Diese lassen sich mit Botox glätten. Gegen bereits in Ruhe besehende Falten (statische Falten) hilft eine Behandlung mit Botolinumtoxin eher weniger, es kommt zu einer dezenten Verbesserung der Faltentiefe jedoch überwiegt die vorbeugende Wirkung. Dem Entstehen von statischen Falten wird vorgebeugt und bestehende mimische Falten werden verringert bei gleichzeitig erhaltener natürlicher Gesichtsmimik. Statische Gesichsfalten können unter anderem mit Hyaluronsäuregel behandelt werden. Siehe hierzu Behandlungen mit Hyaluronsäure

Wie lange dauert die Behandlung und ist diese schmerzhaft?

Die reine Behandlungszeit nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung richtet sich nach der Anzahl der behandelten Zonen jedoch ist eine Behandlung normalerweise innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Wir bei Dr. Aesthetik benutzen zur Schmerzreduzierung kleinste Nadeln (33 Gauge), zudem kann im Bereich der Augen ein lokal wirksames Betäubungsmittel (topisches Anästhetikum) aufgetragen werden.

Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält diese nach Injektion an?

Die Wirkung von Botolinumtoxin Typ A tritt in der Regel zwischen dem 2. Und 7. Tag ein und kann von Person zu Person etwas variieren. Die Haltbarkeit hängt in erster Linie vom Stoffwechsel der behandelten Person ab. Weitere Faktoren können Nikotin, Koffein und Sport sein. Die Wirkung des Muskelrelaxans hält zwischen 3-6 Monaten an. Mit zunehmender Zahl der Behandlung kann sich die Haltbarkeit von Botox aufgrund der zunehmenden Schwächung des faltenverursachenden Muskels und Verlernens der unterbewussten mimischen Muskelkontraktionen („böse“ schauen, Stirn runtzeln) verlängern.

Was kostet eine Behandlung mit „Botox“?

Botulinumtoxin wird im Bereich der mimischen Gesichtsfalten in Zonen berechnet. Beispielsweise die Behandlung der Zornesfalte (Glabella) entspricht einer Zone und kostet 150 Euro. Weitere Zonen kosten je 100 Euro Aufpreis.

Wieviel „Botox“ bzw. Botox-Einheiten werden benötigt?

Dies lässt sich leider pauschal nicht so einfach beantworten.  Dies ist von Person zu Person unterschiedlich. Hier spielen unter anderem Muskelaktivität und Muskeldicke eine Rolle. Zudem verringert sich meist durch wiederholte Anwendungen mit der Zeit die Aktivität und Dicke der betreffenden Muskeln was in einer geringeren Botoxmenge resultiert.

Von wem kann ich mir „Botox“ spritzen lassen?

Bei dem Muskelrelaxans Botolinumtoxin handelt es sich um rezeptpflichtiges Medikament, das nur von Ärzten angewandt werden darf.

Wie erkenne ich einen guten und erfahrenen Arzt und Botoxanwender?

Dies ist nicht immer ganz einfach jedoch sollte stets ein ausführliches Beratungsgespräch der Behandlung vorangehen indem auf alle Ihre Fragen eingegangen wird. Sie sollten nie das Gefühl bekommen aus Zeit- oder sonstigen Gründen zu einer Behandlung gedrängt zu werden. Ebenso sollte es sich in erster Linie um einen Arzt halten der Sie umfassenden aufklärt und informiert und nicht um einen Verkäufer der Ihnen erzählt was alles „gemacht“ werden müsse. Zertifikate über absolvierte Fortbildungen können Vertrauen schaffen sind jedoch oft nur wenig aussagekräftig. Fragen Sie ruhig nach der konkreten Erfahrung, den Jahren Berufserfahrung und vielleicht am wichtigsten der Anzahl der durchgeführten Behandlungen. Am allerwichtigsten ist jedoch ob Sie sich wohl und in guten Händen aufgehoben fühlen. Wir bei Dr.Aesthetik tun unser Möglichstes um diesen Anforderungen gerecht zu werden und arbeiten ausschließlich mit sehr erfahrenen hochspezialisierten Ärzten zusammen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Botoxspezifische und botoxunspezifische Nebenwirkungen sind bei erfahrenen Anwendern sehr selten. Zu den unspezifischen Nebenwirkungen zählen unter anderem Rötungen, Schwellungen, Hämatome (blauer Fleck) und in sehr seltenen Fällen lokale Infektionen an den Einstichstellen. Botoxspezifische Nebenwirkungen können in sehr seltenen Fällen allergische Reaktionen sein und abhängig von dem Behandlungsbereich bei falsch gewähltem Injektionspunkt oder Überdosierung eine muskuläre Asymmetrie bis zum Herabsinken einer Augenbraue (Brauenptosis) oder eines Augenlides (Lidptosis). All diese Nebenwirkungen sind fast ausnahmslos reversibel.

Unterschiede zwischen „Botox“ und Hyaluronsäure?

Botox wird wie bereits beschrieben in erster Linie zu Therapie von mimischen Gesichtsfalten eingesetzt. Sind diese bereits teilweise in statische Falten übergegangen reicht in den meisten Fällen eine alleinige Botoxbehandlung nicht mehr aus. Hier wird die Falte nun im Idealfall mit einer Kombination aus beiden Produkten angegangen. Es empfiehlt sich eine zweizeitige Anwendung (mindestens 2 zeitlich getrennte Behandlungen Mindestabstand 2 Wochen). Mithilfe des Muskelrelaxans wird die Bildung und Bewegung der Falte geschwächt bzw. ganz verhindert. Nun wird nach ausreichender Dosierung und vollem Wirkungseintritt diese in Ruhe sichtbare Falte (statische Falte) mit einem Füllstoff wie zum Beispiel Hyaluronsäuregel aufgefüllt. Das Gel bleibt durch die Schwächung und Einschränkung der Bewegung des Muskels genau am applizierten Zielort.

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