Was ist ein Fadenlifting?

Die Zeit hinterlässt  ihre Spuren leider nicht nur in einem Bereich des Gesichts, sondern flächig. Nasolabialfalten treten in Erscheinung, die Wangen fallen ein, die Kieferlinien verschwimmen und es entstehen Hängebäckchen. Mit dem Einsatz von Hyaluronsäure und Botulinumtoxin lassen sich diese Bereiche wieder aufbauen und die Zeichen der Zeit zum Großteil mit einem Faden-Facelift ohne OP rückgängig machen. Im Rahmen eines Full-Face-Contouring wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch herausgearbeitet, welche Merkmale am meisten stören und welche Bereiche am meisten von einem Gewebeaufbau profitieren. Diese Kombination mehrerer Behandlungsbereiche sowie die Kombination von Botulinumtoxin und Hyaluronsäure wird als Full-Face-Contouring bezeichnet und zählt zu einer der effektivsten Methoden der Faltenbehandlung. Wenn die Haut wieder straffer und fester aussehen soll, ein operativer Eingriff jedoch nicht in Frage kommt, bietet das Fadenlifting eine hervorragende Alternative, bei welcher ein natürlicher Lifting-Effekt ohne OP erzielt wird. Ein Fadenlifting wird dann empfohlen, wenn Patienten den Wunsch nach einem sofortigen Lifting-Effekt, verbesserten Gesichtskonturen und einer festeren Struktur der Haut haben.

 

Wann ist ein Fadenlifting sinnvoll?

Das Fadenlift eignet sich insbesondere für Patienten bei welchen ein operatives Facelift noch nicht notwendig erscheint, so wie auch für Patienten, die eine nicht-chirurgische Behandlungsmethode bevorzugen. Durch das Fadenlifting werden die Gesichtskonturen verbessert und die Hautstrukturen gefestigt. Zu den zu behandelnden Bereichen zählen die Unterkiefer-Kontur, beginnende Nasolabialfalten, Augenbrauen, Hals sowie Jochbein und Wangen. In vereinzelten Fällen lässt sich diese Methode auch am Körper anwenden. Im Vergleich zum operativen Facelift  erfolgt das Fadenlifting ambulant unter lokaler Betäubung und dauert, abhängig vom Umfang der Behandlung etwa 30 bis 60 Minuten. Im Zuge der Behandlung werden Fäden mit einer Spezial-Nadel eingearbeitet, durch welche das abgesunkene Gewebe dezent angehoben und repositioniert wird. Durch das Fadenlifting können zwei Resultate gleichzeitig erzielt werden. Zum einen der unmittelbare Liftingeffekt und zum anderen die dezente Vermehrung des Volumens sowie die Festigung der Hautstruktur. Die Behandlung verurascht im Gegensatz zum operativen Facelift keine Narben.

 

Wie ist der Behandlungsablauf?

Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Facharzt werden die zu behandelnden Bereiche zunächst angezeichnet und die Eintrittsstellen lokal betäubt. Anschließend werden die Lifting-Fäden in das Unterhaut-Fettgewebe geführt. Aufgrund der speziellen Fadenstruktur verankern sich die Fäden durch das beim Herausziehen der Nadel und Spannen tief im erschlafften Hautgewebe. Die Haut wird danach manuell geliftet, modelliert und gestrafft. Im Rahmen der erprobten und modernen Methode der Faltenbehandlung werden resorbierbare, feinste Fäden durch eine kleine Kanülen unter die Haut eingezogen. Die Haut wird dadurch gestrafft und die abgesunkenen Muskelpartien angehoben. Die modernen Fäden sind heutzutage, im Gegensatz zu früheren Goldfäden, zu Prozent resorbierbar und extrem verträglich. Die Anzahl der Fäden orientiert sich bei der Behandlung an dem individuellen Hautbefund sowie an den Wünschen und Vorstellungen des Patienten. Erfahrene Gesichtschirurgen beraten die Patienten diesbezüglich ausführlich und führen den ambulanten Eingriff sicher und erfolgreich durch.

 

Wie lange hält Fadenlifting?

Das Resultat des Fadenliftings ist entsprechend der eingesetzten Fäden sofort bis verzögert sichtbar, wobei der maximale Effekt nach etwa sechs bis acht  Wochen eintritt und ungefähr 6 bis 12 Monate in der Haut bleibt. Die Fäden werden anschließend langsam vom Körper abgebaut. Während die Fäden abgebaut werden, baut der Körper anstelle des Fadens das natürliche Kollagen ein. Somit wird das vor der Behandlung verlorene Kollagen erneuert und ein natürliches Stützgerüst kann entstehen. Das Resultat hält entsprechend der Behandlungsmethode drei bis fünf Jahre.

 

Gibt es Nebenwirkungen beim Fadenlifting?

Teilweise können nach der Behandlung leichte Schwellungen, Rötung und Blutergüsse auftreten. Diese Nebenwirkungen sind üblicher Weise kurzfristig. Hämatome im Bereich der Eintrittsstelle verblassen bereits nach kurzer Zeit und lassen sich gut mit Make-Up abdecken. Patienten sind in der Regel direkt nach der Behandlung uneingeschränkt gesellschaftsfähig. Zu den seltenen bis sehr seltenen Nebenwirkungen zählen Pigmentierungsstörungen, allergische Reaktionen, entzündliche Reaktionen, Infektionen, Abszesse, Bildung von Knötchen sowie die Verletzung oder die Verhärtung von Nerven und Muskeln.  Da die Fäden mithilfe einer feinen Nadel und ohne Verwendung eines Skalpells eingesetzt werden und das Gewebe im Vorfeld mit einer lokalen Betäubung behandelt wird, gestaltet sich das Fadenlifting als angenehm und ist meist mit keinen Nachwirkungen oder Ausfallzeiten verbunden.

 

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